der ultimative Haterguide | meine Bloggerkollegen nerven

Amely Rose zur Fashionweek in London vor demlondoner Hotspot Pub Churchill arms im gelben Enteiler, Zara Jacke und orangen Pumps.Amely Rose zur Fashionweek in London vor demlondoner Hotspot Pub Churchill arms im gelben Enteiler, Zara Jacke und orangen Pumps.Mit dieser (neuen) liebsten Fotostrecke aus der englischen Hauptstand verbinde natürlich auch ich negative Erfahrungen.
Ich habe nämlich gesehen, dass es gerade „in“ ist, in Beiträgen so richtig herrumzustänkern. Vor knapp einem Jahr hat man dieses kollektive Aufseufzen als „Sonntagspost“ (oder wahlweise auch einen anderen Wochentag) getarnt. Heute wird ganz rücksichtslos das Gemotze nicht mal mehr auf einen Wochentag reduziert.

Nun mag vielleicht das ein oder andere Missverständnis aufkommen, wenn man den Titel ließt.
Mich nerven nämlich tatsächlich meine Kollegen und Kolleginnen an sich, nicht das Phänomen „Blogger“. Denn während ich zu meinen Blog-Anfängen auf knapp jedem 5ten Shootingfoto mit den Augen rolle, da irgendein Passant sich für extrem witzig hält und vor das Objektiv hüpft.
Passiert es mir immer häufiger, dass Blogger-Kollegen mir gehörig auf die Nerven gehen und Hate verbreiten.

Auch bei diesem Shooting sind mir nämlich Blogger-Kollegen vor das Objektiv gelaufen und haben so lange genervt, bis mein Fotograf zuerst von IHNEN ein Foto gemacht hat. So was wie „ich war zuerst bei der Location“, „warte bis du dran bist“ oder ganz einfach „bring dir deinen eigenen Fotografen mit?“, zählt anscheinend nicht.
Doch ich habe auch Kollegen gehabt die fleißig jedes meiner Bilder geliket haben und in der Öffentlichkeit auf Zuckersüß machen, mir dann aber privat Hassnachrichten geschickt haben und mir beiläufig erzählt haben, ich solle meinen Dreck von Bildern nicht posten und ihre Chronik, Gruppe, etc …beschmutzen.

Sprachlos bin ich dann bei Fällen getreu dem Motto „kann ich mir deinen Fotografen ausleihen, während IHR ARBEITET?“ Ja klar, mein Fotograf steht zwar keinen Meter entfernt aber wer geht heutzutage davon aus, das Fotografen eine selbständige Person sind. Es sind einfach verlängerte Arme, die im passenden Moment auf den Auslöser drücken. Und da wir ihm gerade eh sämtliche Werte abgesprochen haben, können wir ihn auch vor versammelter Mannschaft bloß stellen, wie schlecht er fotografiert.
Aber er ist dann doch gut genug, um noch 3284627384628 weitere Fotos zu machen.
Oder aber auch das typische „das verrate ich dir nicht, sonst hast du einen Vorteil“-Spiel.
amely rose, deutsche Fashionbloggerin in London während der London Fashionweek LFW in einem gelben Einteiler vor dem Londoner Hotspot Pub Chruchillarm.amely rose, deutsche Fashionbloggerin in London während der London Fashionweek LFW in einem gelben Einteiler vor dem Londoner Hotspot Pub Chruchillarm.

So sitze ich oft vor meinem Laptop staunend, danach herzhaft lachend, aber vor allem staunend.
Hater sind einfach so eine Parallelgesellschaft für sich.
Es gibt immer wieder so kleine Menschen, die vor ihrem Pc hocken, auf die Tasten hauen und es mir so richtig geben wollen – aber so richtig!
Das gelingt aber nicht immer.

Deswegen gibt es heute das Hater 1×1!
Wo kämen wir denn da hin, wenn wir nicht mehr gewissenhaft Fremde aber auch Kollegen grundlos fertig machen würden.

1. beharre eisern auf deiner Meinung
Es ist deine Pflicht, dem Objekt deines Hasses unumgänglich deine Meinung kund zu tun. Aktiviere dafür am besten jedes Glöckchen, um auch ja nichts zu verpasst. Irgendwann wird man dies mitkriegen und wertschätzen, dass du keine Kosten und Mühen gescheut hast. Ganz gleich ob deine Meinung absoluter Käse ist oder nicht, wichtig ist nur, dass du auch dann weiterhin eisern dahinter stehst.

2. verpacke den Hate gut
Grundsätzlich gilt – der Zweck heiligt die Mittel. Deine Meinung ist wichtig. Rechtschreib- , Grammatik- oder ähnliche Fehler übersehen alle nachsichtig. In erster Linie zählt doch der Inhalt und nicht wie fürchterlich man diesen verpackt.
Doch mein kleiner Tipp, lasst es nicht wie Hate aussehen. Einfacher als gedacht, setzt dafür hinter alles ein: #nohate
Also korrekt wäre am oben genannten Beispiel:
„Lad deinen Dreck von Bildern nicht mehr hoch, die beschmutzen meine Chronic. Hast du kein Leben oder wieso ist dein Content so scheiße? #nohate“.

3. ich habe mehr likes…eh ich meine bessere Argumente
Punkt vor strich, rechts vor links,…wir brauchen unsere Regeln. Auch im Internet. Dort gilt die alte Marktschreier-Manier, wer lauter brüllt hat eben mehr zu sagen. Oder wie in dem Fall, wer mehr likes hat, hat automatisch die besseren Argumente.
Aber kann man die likes nicht neuerdings kaufen? Egal, ich habe immer 2x mal mehr als wie du!

Wie sagte Descartes so schön: Ich bin fame also bin ich…so oder so ähnlich zumindest.
Amely Rose,german influencer während der London Fashionweek lfw vor einem szeneclub und hotspot, dem instagrammable churchill arm.

4. schließlich hast du es nicht anders gewollt
Mein liebstes Argument. Und ich frage mich, wie oft meiner Mutter (die Erzieherin ist) böswillig in die Hand geschnitten wird und der Rotzlöffel pampig zu seiner Verteidigung ein „du bist Erzieherin geworden – dass ich dir in Hand schneide, hast du mit deiner Berufswahl schließlich nicht anders gewollt“ um die Ohren haut.
Klar stehe ich in der Öffentlichkeit und somit ist auch klar, dass man mein Privatleben durch den Kakao ziehen kann, maßlos über meine Frisur und Figur lästern, und mich generell in diverse Schubladen stecken und dementsprechend behandeln darf.
Ich bitte sogar darum.

5. Zeit ist relativ
Ein gewissenhafter Hater sein ist mehr als ein Hobby, es ist eine Bestimmung die leider auch einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Aber egal ob als #fashionpolice oder #grammarnazi bist du dir nicht zu schade, das Internet zu einem besseren Ort zu machen.
Hier gibt es noch ein paar Verhaltensregeln.
Sei gründlich! Durchforste jedes Instagrambild und wühle dich durch jeden Blogpost. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir das einmal vernachlässigen würden? Wer würde denn unter dem neusten Bild anmerken, dass besagte Person fetter geworden ist?

Des weiteren gilt – Schimpfwörter sind essentiell!

6. was deins ist, ist meins und was meins ist, ist noch lange nicht deins
Oder eben die Sache mit den Fotos, Locationtipps, Empfehlungen und und und.
Es ist deine Pflicht, als anständiger Hater Informationen die dir auch nur ansatzweise wichtig erscheinend, zu verheimlichen. Dir aber im Gegenzug alles vom Anderen zu nehmen und erlauben.
Von daher ist es absolut verständlich, wenn du empört darüber reagiert, sollte man mal bissig antworten. Hallo? DU bist hier der Hater, der andere soll sich das bitte gefallen lassen und dankbar für deine Kritik sein.

Du bist da auf der ganz sicheren Seite, wenn du anonym hatet. So wurde ich zum Beispiel bereits von George Clooney angepöbelt. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster, dass der amerikanische Schauspieler nicht wirklich etwas gegen mich hat.

Mit diesen Tipps und Tricks wirst auch du zum ultimativen Hater und sorgst für Recht und Ordnung im Internet.

Und wer es nicht gemerkt hat, ihr braucht für den Post eine ordentliche Portion Ironie. Leider auch hin und wieder im Alltag. Aber Lachen ist doch die beste Medizin und genauso hoffe ich, habe ich euch ein Trend-Thema, dass mich in meinem eigenen Leben aber auch durchgekaut auf diversen Blogs, runter zieht – mal humorvoll verpackt.
Es ist nämlich alles nicht so schlimm wie es in einem anonymen Kommentar manchmal scheint. 😉
amely rose,german fashionblogger in einem gelben einteiler und einem sommerlook, zeigt ihr ootd zur lfw der londoner fashion week vor dem szeneviertel und pup churchillarms.amely rose,german fashionblogger in einem gelben einteiler und einem sommerlook, zeigt ihr ootd zur lfw der londoner fashion week vor dem szeneviertel und pup churchillarms.

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44 Gedanken zu „der ultimative Haterguide | meine Bloggerkollegen nerven

  1. Oha? So ein Verhalten gibt es ernsthaft? Ins Foto laufen? Fotograf ausleihen? Puh…
    Gut, hier ist in der Nähe einfach kein typischer Blogger/Instagram Spot, daher hab ich das auch noch nie selbst erlebt. Aber da scheint’s ja zum Teil fast schon Revierkämpfe zu geben!

    Haha, lustig, dass es dir da wie mir ergeht. Ich rede echt viel, aber telefonieren? Wer mag das schon. 😛

  2. Du meine Güte, da können wir ja froh sein, dass keine weitere „Flotte Biene“ auf Deinen Fotos zu sehen ist 🙂

    Ich selbst hab sowas noch nicht erlebt. Glaube „ältere Damen“ machen das nicht.

    Toll siehst Du aus. Und wieder sehr schöne Bilder.

    Liebe Grüße Sabine

  3. Mei des hört sich wirklich wenig lustig an :-(. Dafür sind aber Deine Bilder super und das Outfit mag ich sehr, besonders die Jacke gefällt mir (hatte ich erwähnt dass ich total auf Jacken steh 😉 ). Ich bin froh dass ich mich für einen anderen Fokus auf meinem Blog entschieden habe (der hoffentlich bald noch richtig rüberkommt beim Lesen). Dis gibt mir die Freiheit mich nicht mit anderen vergleichen zu müssen und auch keinem in die Quere zu kommen. Dennoch ist es schade zu hören dass sich die Menschen – einige davon – so hässlich verhalten. Einfach stehen lassen und ignorieren, dann wissen die nicht wohin mit ihrem Hass und man gibt keine Angriffsfläche. Irgendwann macht es ihnen dann auch keinen Spass mehr 🙂

    1. Hey liebe Minna,
      danke für die lieben Worte. Ja die Jacke ist wirklich ein traum 🙂
      Ach ich versuche so etwas auch aus dem Weg zu gehen aber wenn travel und fashion kombiniert werden müssen
      und man die instagrammable spots abklappert, ist das leider manchmal was…unangenehm 😉

  4. Amazing photos! It’s so sad to hear about your experience but bloggers are people to and they can act amazing but they also can act like morons. It’s sad that people can’t respect your work and your photographer – maybe they should find their own photographer and pay him or her to understand how is it important to respect everyone equally 🙂

  5. Freue mich auch schon total aufs Tragen =) Vor allem da ich kurze Zeit echt dachte nackt gehen zu müssen wenn nichts kommt xD
    Das is ja cool, ich würde das immer doppelt feiern *lach*.
    Ohje das is echt doof, aber wirst schon was Gutes hinbekommen. Auch ein altes Kostüm kann super sein =)

    Ein toller Post =)
    Die Bilder sehen wieder mal super aus, ein genialer Look und eine tolle Location.
    Da ich keine Shootings mache, habe ich in der Hinsicht auch noch keinerlei Erfahrungen gemacht. Aber das klingt ja schon ein bisschen nervig mit den Blogger-Kollegen und so.
    Ja ein richtiger Hater hat das Haten nicht nur als Hobby sondern als Nebenjob, da kann es schon mal sein dass jeder kleinste Post kommentiert wird und das am Besten noch kurz nach Erscheinung. Ich hätte gar keine Zeit und Lust sofort alles zu kommentieren bei Leuten die ich nicht mag xD
    Liebe Grüße

  6. This was such an interesting post to read through, though I’m really sad to hear you’ve experienced hate from other bloggers lately! Totally undeserving, because I think your photos are really creative, colourful and special! Keeping doing your thing babe 🙂

    aglassofice.com
    x

  7. Ich muss sagen, dass ich in der Hinsicht froh darüber bin, nicht allzu viel mit anderen Bloggern zu tun zu haben. Bei mir in der Gegend gibt es nicht einmal ansatzweise so viele, wie gen Großstadt. Man ist daher hier zwar ein Einzelkämpfer, aber wird dafür auch von Hate unter ‚Kollegen‘ verschont.. dafür haten die vom Dorf, deren Horizont nicht mal bis zum Tellerrand geht. 😉

    xoxo ♥
    Selly
    SellysSecrets || Instagram

  8. Oh, einerseits würde ich mich ja immer freuen endlich mal andere Blogger (im real life! ;-)) kennen zu lernen (das kann ich bisher an einer Hand abzählen) und andererseits… du schreibst es *lach*
    Aber sowas zieht sich ja leider echt durch alle möglichen Branchen (die Kreativsten sind da teilweise wirklich auch die Schlimmsten ;-))
    Aber trotzdem hat sich das Shooting auf jeden Fall gelohnt, tolle Bilder! Ich war ja noch nie in London oder generell in England und das steht noch ganz weit oben auf der To Do-Liste! ♥

  9. Ich blogge schon seit 2007 und habe schon so einiges kommen und gehen sehen. Damit meine ich Bloggerkollegen, Trends und Meinungen. Mich kann mit 30 Jahren und 10 Jahren Bloggererfahrung nichts mehr schocken. Ich habe in den Anfangszeiten viele EInladungen zu Events bekommen. Ich bin nie hingegangen, weil ich einfach diesem Tratsch und Klatsch aus dem Weg gehen wollte. Natürlich sind Events und Shows eine sehr gute Möglichkeit sich ein gutes Netzwerk aufzubauen und auszubauen. Aber auch leider um Missgunst und „Hate“ aufzubauen. Nein danke!

    Ich habe (nach Jahren) mit diesem „Hate“ zum Glück nichts zu tun. Ich beobachte es aber sehr stark und habe auch eine Meinung dazu, aber ich halte mich oft einfach raus.

    Dein Artikel ist trotzdem sehr gut gelungen!

  10. Haha, ich lach mich schlapp! Echt, sowas will ich auch mal erleben, leider war’s mir bisher noch nicht vergönnt… ich glaube immer nie, dass es so Menschen in echt gibt… vielleicht leb ich in einer Parallelgesellschaft, jedenfalls wurde mir (als Betreuerin von Kindern) auch noch nie in die Hand geschnitten o.ä. Vielleicht haben die auch nur Angst, dass ich dann zurückschneide? Dann find ich nämlich das Argument „Bist ja selbst schuld“ berechtigt…
    Unglaubliche Einblicke ins Leben einer Fashionbloggerin, Danke hierfür!
    Und Dein „verlängerter Arm“ hat mal wieder super Arbeit geleistet – darf ich mir den mal ausleihen (haha, Spaß!). Nein, ernsthaft: klasse Fotos, klasse Outfit, klasse Frau!
    Liebe Grüße, Maren

  11. Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und bin nicht nur begeistert von deiner talentierten Art dich auszudrücken sondern zudem von deinem Mut dich so bunt und wild zu kleiden. Es steht dir ausgezeichnet gut, die Fotos sind toll und du hast eine wahnsinns Ausstrahlung neben deinen schönen Outfits.
    Außerdem fühle ich mich leicht verbunden zu dir, da mein verlängerter Arm und ich auch zwei Bengalen (und eine Savannah) haben. Schau doch mal in meinem letzten Blogbeitrag nach, da haben die beiden Bengalen eine kleine Nebenrolle (Lenny, die Savannah ist leider beim Tierarzt..).

    Liebe Grüße und mach unbedingt weiter so.
    Brina

    http://soulsiders.com/

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