Kann man sich in Betonbauten wohlfühlen? Ja!

Kann man sich in Betonbauten wohlfühlen? Ja!
Wenn man das Wort “Betonbau” hört, stellt man sich wohl eine urbane, einengende
Landschaft vor. Wobei Landschaft hier mehr als zweckentfremdet ist. Frische Luft, Natur und
vor allem Gemütlichkeit verbinde ich mit dieser architektonischen Bauakunst nicht.
Was ist aber, wenn ich dir verrate, dass Beton aufregend sein kann?
Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlen kann?
Und mein Wohnzimmer nie lebendiger wirkte?
Glaubst du nicht? Ach wie passend ist da der Spruch des deutschen Bauingenieurs
Bern Hillemeier: “Die Grenzen des Betons sind die Grenzen unserer Fantasie”:
Und da fangen wir gleich mal an, mit der Grenze des Betons.
In dem Fall ein Farbeimer von Alpina.
Ja, du liest richtig, denn ich habe mir meinen Beton ganz einfach auf die Wand gepinselt.
Mein Betonbau entspringt einem Farbeimer, einer Effekt-Kelle und ein wenig (wirklich nur
wenig) handwerklichem Geschick.
Wunderschön, hochwertig und ein ganz besonderes Gefühl der Raumgestaltung.

Seit meinem Umzug gibt es in meiner Wohnung einen Raum, mit dem ich nie warm geworden bin.
Ich habe ihn seit je her gemieden. Der Schnitt ist unvorteilhaft, das Fenster zu klein, in der hintersten Ecke meiner Wohnung – irgendwie fehlte mir hier jegliche Fantasie.
Es ist nicht so, dass ich es nicht probiert hätte!
Immer wieder strich ich die Wände neu. In bombon-pink, himmelblau, aufwändiger Muster-Tapete und dann doch wieder schneeweiß.
Wieder und wieder kleisterte ich Tapete drauf, zerrte sie wieder runter, schob Möbel in den Raum und wieder raus.
Solange, bis der Raum eher zu einer unliebsamen Abstellkammer wurde.
Eine Abstellkammer, die mich jedes Mal aufs neue zornig machte.
Wie kann ein Raum so anspruchsvoll sein und nicht schön werden wollen?
Da nichts zu funktionieren schien, entschied ich mich, außerhalb meiner Box zu denken.
Ich war irgendwie festgefahren. Fest und unbeweglich wie ein Stein und allmählich dämmerte es.
Was wäre, wenn ich meinem gewohnten Einrichtungsstyle durchbreche. Meinem ständigen Suchen nach bunten, fröhlichen Farben und versuche, so kahl und roh zu gestalten, wie nur möglich.
So pur und grob – wie Beton!

Schnell hatte ich das wundervolle Bild einer Betonwand vor mir.
Maler, die so etwas tagelang gestalten und vor allem den enormen Geldbetrag, den diese Arbeit kosten würde, konnte ich mir nicht leisten.
Aber wer suchet, der findet. Denn schnell bin ich auf das “Alpina Beton Optik”-Set gekommen.
Ihr bekommt ein Komplett-Set bestehend aus 3 Liter BETON-OPTIK Basis, 1 Liter BETON-OPTIK Finish und 1 Alpina Effekt-Kelle.
Und ich kann ich jetzt schon verraten, das ist leichter als Tapezieren! Und sieht garantiert bei jedem (egal wie handwerklich begabt) super aus.

Wer will fleißige Handwerker seh’n?
Für mich hieß es also erneut: Tapete abziehen und die Wand vorbereiten.
Nach all meinen Experimenten dauerte es wohl am längsten, in diesem Prozess, die Wand
trocken und ebenmäßig zu bekommen.
An sich mag ich den “unperfekten” Look. Die groben Unebenheiten.
Dennoch ist mein Tipp: Große Löcher oder zum Beispiel Abdeckungen vorher gut zu behandeln,
sodass diese nicht optisch unschön auffallen.
Gerne mal ein paar Löcher mehr zuspachteln, als sich nachher zu ärgern.

Und schon kann es losgehen. Mit einer angefeuchteten Farbrolle tragt ihr die
BETON-OPTIK Basis dick auf. Ich habe hier nicht am Produkt gespart, damit ich im zweiten
Schritt schön die Farbe hin und her streichen kann. Probier dich da ein wenig aus.
Bei mir hat es gut funktioniert, kleine Schritte zu machen und somit nicht die komplette
Wand mit der BETON-OPTIK Basis zu bestreichen und dann erst die Struktur aufzubauen,
sondern kleine Felder zu bearbeiten.
Wenn du die Basis aufgetragen hast, kommt nun die Alpina EFFEKT-Kelle ins Spiel.
Setz dafür die Kante an die Wandfläche und zieh diese ruckartig und in kurzen Bewegungen
kreuz und quer.
Ich finde es besonders schön, wenn es richtig uneben wirkt und viel Struktur zu sehen ist.
Das lässt du nun 12 Stunden trocknen.

Nun geht es weiter mit dem BETON-OPTIK Finish.
Den trägst du genauso, mit einer feuchten Farbrolle stückweise auf die Wand auf
Und mit der EFFEKT-KELLE genauso wie im Schritt davor, in kurzen Bewegungen kreuz
und quer einarbeiten.
Bereits nach dem ersten Schritt erkennt man die tolle Betonstruktur.
Aber durch das Finish bekommt es direkt einen so hochwertigen Look.
Hier kommt der tolle Beton-Effekt erst so richtig zur Geltung.
Auch das wieder einige Stunden trocknen lassen und fertig ist euer eigener Betonbau.

Ihr bekommt dieses Beton-Optik Set in 2 verschiedenen Farbtönen.
Einem helleren und einem dunkleren Grauton.
Ich habe mich für den helleren Farbton entschieden, da mein Sofa bereits sehr dunkel ist
und ich bei dem kleinen Fenster Sorge hatte, dass es zu dunkel im Raum werden könnte.
Und ich hätte keine bessere Entscheidung treffen können!
Denn dieser Grauton wirkt so warm und strahlt so viel Geborgenheit aus.

Mir gefällt die Betonwand übrigens so gut, dass dieser einst nutzlose Raum spontan zu
meinem neuen Wohnzimmer geworden ist.
Wäre hätte damit gerechnet? Aber diese tolle Wand ist einfach ein Highlight in meiner
Wohnung und ich möchte sie oft genug sehen.
Für mich ist dieser Raum zu meinem neuen Lieblingsort geworden.
Und das ganz alleine durch die Farbe.Was sagst du zu dem Ergebnis?
Kanntest du diesen Beton-Look schon?

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2 Gedanken zu „Kann man sich in Betonbauten wohlfühlen? Ja!

  1. Wow, die Wand sieht wirklich bezaubernd aus.
    Danke für die schöne Inspiration. Ich habe mir tatsächlich auch schon länger überlegt, mir so eine Betonwand “zu machen”. Ein Maler ist aber echt teuer und ich dachte, alleine schaffe ich das nicht.
    Jetzt sehe ich deine tolle Wand und bin baff.
    Sieht so gut aus.

    1. Oh ja das kenne ich!
      Ich hatte auch geschaut, ob das jemand “professionell” machen kann und mir ist alles aus dem Gesicht gefallen. Klar, die haben die Ahnung und machen das auch bestimmt sehr gut UND man spart Zeit ein.
      Aber alleine klappt es doch auch ganz gut und sieht toll aus ;D

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